Hundebarf

Nachdem ich mich ja mit Katzenbarf nun schon etwas länger beschäftige und das nun auch wieder praktiziere, hatte ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen, wenn in Kimbar’s Napf das Trockenfutter landete.
Den Hund hab ich adoptiert, quasi, Kimbar war ja schon ein Jahr, als ich in ihr Leben trat, sie hatte ihre Futtersorte, die habe ich auch nie in Frage gestellt.
Mit Katzenernährung habe ich mich dann ja aber sehr ausführlich beschäftigt und so stand für mich schnell fest, was NICHT in meinem Katzennapf landen wird.

Vor ein paar Monaten kaufte ich mir dann ein Buch über Hundebarf (Barf bedeutet Bones and Raw Food und steht für eine artgerechte Rohfütterung), stellte fest, dass es sehr viel unkomplizierter ist als Katzenbarf und sagte zu Herrn Ungeduld, dass wir Kimbar nun auch bald barfen werden.

Was mir aber dann Kopfzerbrechen bereitet hat, war der Anteil fleischiger Knochen in dem Hundefutter, was den größten Teil ausmacht. Klar, Kimbar knabbert hier auch immer mal wieder an Knochen aus dem Zoobedarf, aber da nagt sie ja auch wochenlang dran – genauso an Mark-Knochen. Ich konnte mir also überhaupt nicht vorstellen, ihr Knochen zu geben, die sie so richtig als Mahlzeit ißt.  Herr Ungeduld war dann auch erst was skeptisch, weil man ja immer wieder hört, dass Geflügelknochen ein No-Go sind, weil die splittern und sowas. In der Zwischenzeit hatte ich aber (durch’s Katzenbarf) gelernt, dass Knochen nur splittern, wenn sie mal erhitzt wurden (ich fand gestern im Netz eine Tierarzt-Seite, auf der stand, dass man Hunden / Katzen kein Fleisch füttern soll und auf keinen Fall Knochen, weil die splittern…ich war irgendwie entsetzt)

Heute Abend habe ich dann ein Suppenhuhn zerlegt, Fleisch und Haut waren für Katzenfutter gedacht und die Knochen…Tjoahr, die waren über. Ich hab Kimbar dann erste einen Teil der Knochen gegeben und sie dabei die ganze Zeit im Auge behalten. Ich hätt ihn gern nochmal geteilt, aber ich kam mit der Geflügelschere nicht durch. Naja, Kimbar hat’s gefreut und sie hat den Knochen gemampft und kam dann freudestrahlend wieder zu mir. So gab ich ihr auch noch die anderen Knochen und ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie sie weg waren… Krass. Und dafür sind wir so ängstlich gewesen…

Ich werde nun mal schauen, wo ich hier Fleisch/Knochen herbekomme und dann werden wir Kimbar also auch barfen. Anfangs aber nur einmal die Woche und das dann langsam steigern, obwohl das bei Hunden eigentlich nicht notwendig ist, da wir aber wissen, dass Kimbar empfindlich reagiert und gern mal Durchfall hat, fühlen wir uns damit wohler.

Und dann werde ich auch mal ein bisschen detaillierter berichten.

4 Cupcakes to “Hundebarf”

  1. Mareike Says:

    Das finde ich echt komisch! Die ganze welt hält einen immer vor bloß keine Geflügelknochen und dann das! Aber das liegt sicher auch daran, das man früher und heute den Tieren eher die Essensreste gab und gib und dadaurch sind die Knochen nunmal erhitzt. Trotzdem ich hätte wahrscheinlich die ganz nacht keine Auge zubekommen.

  2. Stefan Says:

    Ich stell mir Eure Nachbarn vor…

  3. Maja Says:

    Höh? Dat versteh ich nu nicht.

  4. sternchenjg Says:

    Ich schätze mal Stefan meint, dass Eure Nachbarn als Fleisch/Knochen-Quelle dienen könnten?! :mrgreen:

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