Denkanstoß

Im Großen und Ganzen geht’s mir momentan gut.

Ja, ich hab ein paar Wehwehchen (unter anderem tut mir seit Anfang Dezember die rechte Hand weh – ich tippe auf Sehnenscheidenentzündung, Ende Dezember war ich beim Doc, der war schon skeptisch, ob wir es mit Salbe hinbekommen…Naja. Hätte ich da gewusst, dass ich gegen Diclofenac allergisch bin…das, was nämlich abends folgte, war alles andere als schön…Durch die Cortison-Spritze im KH waren aber auch meine Schmerzen verschwunden, aber seit Anfang Januar sind die auch wieder da…) und ich bin vor allem sehr kaputt. Das letzte Jahr war anstrengend, sehr anstrengend und das Ende von 2011 war nicht minder anstrengend, bzw das Jahr gab im letzten Quartal nochmal alles :-( aber es hatten sich viele Dinge zum Guten gewendet und … ja, mir geht’s gut.

Mir fiel manchmal auf, dass ich sehr schweigsam bin und manchmal musste ich mich zu Verabredungen wirklich aufraffen. Aber – mich belastete nix. Außer, dass ich kaputt bin. Mein Januar-Urlaub entpuppte sich auch nicht als erholsam ;-)

Heute bekam ich eine Mail von einer lieben Freundin, die fragte, ob alles gut sei. Ich wäre immer so schweigsam, käme frustig rüber :-o Puh. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich glaube, ich muss mal wieder ein bisschen aus meinem Schneckenhaus herauskommen, denn eigentlich tut mir der Austausch mit anderen echt gut. Und das mit der Erholung wird auch noch kommen. Im August ist der nächste geplante Urlaub. Trier. Mit Freunden. Und im Oktober hab ich auch noch frei.
Aber vorhin stolperte ich über die Belgischen Ardennen…Da will ich hin. Im Mai oder so. Das wäre toll <3

Auf jeden Fall muss ich jetzt aber mal zusehen, dass ich mich erhole und auch mal wieder offen für meine Freunde bin. Doof, da stößt man Leute vor dem Kopf, die einem doch sehr lieb sind…

Seit Anfang des Jahres führe ich mein Glücksmomente-Tagebuch und eigentlich, bis auf einen Tag, fiel es mir auch gar nicht schwer, etwas darin festzuhalten. So schlecht kann es mir also gar nicht gehen =)
Heutiger Glücksmoment: den Auswanderer per Skype zu sprechen. 30 Minuten lang. Das war so schön. Er sieht glücklich aus, auch, wenn bei ihm ein paar Tränen flossen, als er mich sah (ob ich so schlecht aussah? *g). bei mir kamen die Tränen erst,als ich es eingetragen hab, in’s Buch. Und mir seine Worte “Ich hab euch lieb” nochmal durch meinen Kopf schossen… Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen im Oktober ;-)

Also weg mit der Trauerkloß-Fassade. Die habe ich gar nicht mehr nötig. Mir geht’s gut.

blablablubb

Das neue Jahr ist ein paar Tage alt und es war emotional schon etwas anstrengend ;)
Da schaut man jedes WE die Auswanderer und denkt sich jedes Mal “Gottlob will niemand in meinem Umkreis auswandern…” und dann stirbt die Oma und eins ihrer Kinder überlegt sich, seinen Traum wahr zu machen und wandert aus.

Ich gönne es ihm von Herzen. Ich vermisse ihn ganz schrecklich. Und ich verdrücke noch ab und an ein Tränchen, wenn ich mit ihm chatte oder sowas. Ich bin aber froh, dass er jetzt erst auswanderte und nicht schon vor 6-7 Jahren, denn damals waren wir noch enger/vertrauter als in letzter Zeit.

So oft wollte ich hier schon wieder was schreiben, aber irgendwie…fühlt sich dieses Blog immer noch fremd an und ich vermisse immer noch mein rotes Layout.
Außerdem waren wir bis zum 10. Januar ohne Internet in der neuen Wohnung (in der es sich ganz hervorragend lebt – ich genieße die Nähe zur Rheinaue sehr).

Seit dem 14. Januar sind wir auch komplett fertig. Das letzte, was noch gemacht werden musste, war der Fliesenspiegel-Ersatz in der Küche und das Anbringen der Dunstabzugshaube.  Alles in allem waren viele überrascht, wie fix wir fertig waren und wie wohnlich es hier bereits 14 Tage nach Einzug aussah (da fehlten nur noch paar Kleinigkeiten, die ich von dem Auswanderer abgestaubt habe)

Unserem Hobby, dem Cachen, sind wir 7 Wochen nicht nachgegangen. Wir hatten einfach keine Zeit. So ein Umzug neben der Arbeit ist irgendwie doch doof. Vom 9. Januar an hatte ich eine Woche Urlaub, in der ich mich erholen wollte. War nix. Ständig war irgendwas und so kam es, dass ich nicht einen Tag auf der Couch faul rumgehangen habe. Naja, der nächste Urlaub kommt sicherlich.

Schön wäre auch, wenn auf der Arbeit nicht so viel los wäre. Ich mein, neue Aufträge sind ja schön und gut, aber irgendwann…fehlt die Kapazität. naja, ich freue mich über Chinese New Year, dann kann ich mich nämlich tatsächlich 14 Tage um all die Altlasten kümmern, weil fast alle meine Kunden 14 Tage lang feiern. Heureka. Noch toller wäre es ja, wenn es Chinese and Indian New Year wäre :-D

Ich freue mich auf das Jahr 2012. Es wird sicherlich ein spannendes Jahr. Und das Bloggen will ich eigentlich auch nicht aufgeben. Ich muss mir hier was einfallen lassen…

 

Back to the roots.

Die Ruhe hier ist dem Umstand geschuldet, dass wir nächstes Wochenende umziehen.
Erst war es ruhig hier, weil es mir nicht gut ging, worüber ich aber weder schreiben wollte noch will, dann suchten wir eine neue Wohnung für uns, dann fanden wir sie und nun waren wir seit dem 3. Dezember mit Renovieren beschäftigt. Natürlich beide nebenbei, Urlaub haben wir nicht mehr (gut, ich hab noch ne Woche Urlaub, aber ich konnte ihn jetzt einfach nicht nehmen).
Das schlaucht ganz schön und vor allem gestern und heute merke ich diese Müdigkeit fatal. Aktuell stehe ich 90 Minuten früher auf, immer noch nicht sehr früh, aber halt früher als sonst – ich bin Gleitzeit-ohne-Kernarbeitszeit-verwöhnt. Um 7h mache ich mich auf in’s Büro, bleibe dort bis 15.30h und fahre dann mit dem Bus in die neue Bleibe. Dort werkeln wir dann meist so bis 22h, dann ging es heim unter die Dusche und in’s Bett. Fertig. Heute musste ich bis 17h arbeiten, darum war ich nicht mehr in der Wohnung, sondern nur im Baumarkt ;-D In der Wohnung ist jetzt auch fast alles fertig, ich muss nur noch mal wischen, bevor wir am Samstag umziehen werden.

Diese Wohnung war sofort mein Favorit, als ich die Anzeige entdeckte. Ich kenne die Gegend sehr gut und sie gefiel mir. Trotzdem hatten wir erst einer anderen Wohnung die Zusage erteilt – haben dann aber aus verschiedenen Gründen einen Rückzieher gemacht und so standen wir Anfang November noch ohne neue Unterkunft da ;-)

Nachdem ich die erste Besichtigung allein gemacht hab, war für mich klar, dass ich Herrn Ungeduld auf jeden Fall überzeugen muss, dass wir dort richtig aufgehoben sind. Musste ich aber gar nicht, als wir uns die Wohnung gemeinsam ansahen, war die Sache schon geritzt.

Es geht zurück dahin, wo ich vor 12 Jahren hergekommen bin. Ich wohne wieder da, wo ich meine Kindheit und Jugend verbracht habe und das ist a) ein sehr merkwürdiges Gefühl, weil ich grade mit der Ecke, wo ich jetzt wohne, sooo viele Erinnerungen verbinde aber b) es ist ein wunderschönes merkwürdiges Gefühl. Ich bin wieder zu Hause.
Ob für die Ewigkeit, weiß ich nicht. Ich kann mich noch nicht festlegen, wo ich alt werden möchte, aber für die mittelfristige Zukunft ist es genau richtig. Die erste Hunde-Abendrunde hab ich sehr genossen und schwelgte in Gedanken und Erinnerungen. Ich freue mich, dass wir am Samstag hier die Türen schließen (wobei ich mir auch sicher bin, dass das sehr komisch wird, denn 12 Jahre – davon 6 hier in der Wohnung sind nun mal 12 Jahre und ich habe ja nicht umsonst so lange hier ausgehalten).

Ich werde mich daran gewöhnen müssen, dass ich nicht aus der Haustür in die Innenstadt falle. Mein Verkehrsmittel der Wahl wird dann jetzt der Schnellbus, nicht mehr der Zug.
Schauen wir mal. Im Bus kann ich weder lesen,noch mit dem Nintendo spielen, also hab ich audible für mich entdeckt und nun höre ich Hörbücher. Auch gut.

Seit vorgestern ist die Wohnung in meinem Kopf auch als Zuhause angekommen, es war eine stressige Zeit und ich bin froh, dass sie dann spätestens Heilig Abend vorbei ist, aber ich bin froh, dass es so ist wie es ist.

Ich bin auf die ersten Tage/Wochen in der neuen alten Heimat sehr gespannt, meine Schwester zieht auch bald hinterher und wird dann wieder nur ein paar hundert Meter von mir entfernt wohnen, mein Bruder ist 1.000m entfernt und meine Eltern ebenfalls nur ein paar hundert Meter und das ist auch gut so. Ich glaube, Mama freut sich auch schon ganz tierisch, sind wir dann doch die einzigen noch lebenden Verwandten (enge Verwandte), die dann in ihrer Nähe sind, denn für meinen Onkel fängt ein neues Leben an (bäh, schon bei dem Gedanken daran heule ich wieder)