Letztes Wochenende war der Mann auf Rügen cachen und ich läutete am Freitag ein Mädels-Wochenende ein. Erst war ich mit ein paar lieben Freundinnen in Dortmund essen, schlief dann bei einer meiner liebsten Freundinnen in Hagen und von dort aus fuhren wir Samstag früh nach Iserlohn zur Farbberatung.
Ich in schwarz gekleidet. Schwarzes Oberteil unter schwarzem Kleid mit bunten Blümchen. Und das ganze in ungeschminkt.
Zugegebenermaßen war ich auf das Ergebnis wahnsinnig neugierig – habe ich intuitiv zu den richtigen Farben gegriffen, wenn ich einkaufen war? Oder besteht mein Kleiderschrank aus einem farblichen Irrtum? Auf jeden Fall ging ich davon aus, dass ich an diesem Tag in den falschen Farbtopf gegriffen habe und bezweifelte meine Entscheidung, nicht in braun aufgetaucht zu sein. Ich mag Braun (für Kleidung) und es gab eine Phase in meinem Leben, in der ich fast nur zu Erdtönen gegriffen habe.
Ich war als 4. dran. Vor mir meine Freundin und es war wirklich krass, wie stark man sehen konnte, zu welchen Farben sie greifen soll. Bei niemandem ist mir das so stark aufgefallen wie bei ihr. Ob das daran liegt, dass man sich auch so gut kennt? Keine Ahnung. Am wenigsten fiel es mir bei mir selber auf – da sagte sie dann aber wieder, dass man es bei mir total gut sehen konnte.
Manchmal dachte ich auch: “Ja, steht ihr” (also bei Fremden) und 10 andere haben gesagt “Bäh, geht gar nicht” Sollte mir das zu denken geben?? ;-)
Am Ende des Tages wusste ich dann, ich muss meine Schminke aussortieren. Zu viel erdiges. Geht gar nicht. Bei mir. Ade Erdtöne. Ade Winterkleiderschrank. Oliv als Oberteil geht nämlich auch nicht. Ich hab so ungefähr 10 Kleidungsstücke ausgemustert. Unter anderem 2 Blusen, um die es mir wirklich leid tut, aber: wenn man einmal gesehen hat, was so falsche Farben aus einem machen,…ich glaube, man überlegt sich doppelt, ob man die nochmal trägt. Zumindest geht es mir so. Ich habe vorher noch verkündet “Selbst, wenn ich braun nicht tragen darf, mache ich das hin- und wieder trotzdem.” Nö. Mach ich nicht. Nur noch bei Kleidungsstücken, wo ich das falsche mit nem Tuch kaschieren kann. (Ich wusste doch, dass all die Millionen Tücher für irgendwas gut sein werden
)
Ich bin ein Winterkind. Und ich mag meine Farbpalette. Winterkind im Herzen, Winterkind im Kleiderschrank. Schön.
Ach so ja – und an dem Tag der Farbberatung war ich vollkommen korrekt angezogen. Winter darf auch schwarz und weiß. Jippieh!
Seit der Farbberatung glaube ich auch daran, dass die Farbwahl etwas ist, was die Psyche mit einem macht.
Und ich war überrascht, wie viel richtige Kleidung ich schon im Schrank hatte.
Trotzdem habe ich jetzt noch ein bisschen geshoppt und für Frühling/Sommer sollte ich nun ausreichend (zumindest fast) ausgestattet sein ;-)
Ein paar Langarm-Shirts als Basic fehlen noch.
So eine Farbberatung ist wirklich interessant. Als nächstes machen wir nen “Schminkkurs”. Im nächsten VHS-Semester.
Auch darauf freue ich mich schon.
