Aus dem Katzennapf

Das Thema Barf läuft hier immer noch auf Hochtouren. Die erste Ladung hat Harry vergangene Woche verspeist. Das war noch ohne Ballaststoffe (sprich Gemüse) und ohne Schmalz.

Nun wollte ich ihn diese Woche an Schmalz und Ballaststoffe gewöhnen. Ballaststoffe (diese Woche in Form von Zucchini) funktionieren wunderbar – klein gehäckselt mit dem Fleisch vermischt, kein Problem. Ich muss aber auch sagen, dass ich noch Easybarf nach dem Grundrezept benutze:

Grundrezept (von hier:)
Grundrezept mit easy B.a.r.F.:
1 kg Fleisch (gemischt, z.B Herz, Magen u. normalem Muskelfleisch + 30 g Leber,keine Knochen)
10 g easy B.a.r.f
5 g Eierschale (oder 5 g Calciumcarbonat o. 9,5 g Calciumcitrat)
2 g Taurin
50 g Ballaststoffe
je nach Fleischsorte Fett (Gänseschmalz)

Ich habe 400g Rindergulasch, 500g Rindersuppenfleisch, 100g Putenherz genommen. Das Herz habe ich halbiert. Dazu gab’s 25g Leber (ich glaube, auch von der Pute, bin mir nicht mehr sicher), die Leber hab ich sehr klein geschnitten, da Harry die nicht immer frisst. Eierschale hatte ich (noch nicht), darum hab ich diesmal Calciumcarbonat genommen, Ballaststoffe wurden durch klein gehackte Zucchini abgedeckt und da ich nur fettarmes Fleisch habe, gehört auch noch Schmalz dazu. Da ich Harry an Schmalz grade erst gewöhne, benutze ich es nur in kleinen Mengen, so dass er es frisst.
Letzte Woche gab es Hühnerhaut als Fettbeilage. Das funktionierte auch super.

Mein easy Barf ist nun alle und ich überlege noch, ob ich noch eine Packung bestelle oder ob ich  nächste Woche dann direkt anfange, natürlich zu supplementieren.

Für die nächsten 4 Tage das Fleisch ist portionsweise eingefroren. Morgens / abends rühre ich dann noch immer das entsprechende Pulverzeugs in Wasser ein und gieß das über’s Fleisch. Den Schmalz hab ich heute etwas erwärmt und dann ebenfalls über’s Futter gekippt.Ich friere die Pulver nicht mehr mit ein, weil ich so das Gefühl habe, dass das meiste davon an den Gefrierbeuteln kleben bleibt und selbst, wenn ich sie mit Wasser ausspüle, bekomme ich nicht alles raus. So geht es aber auch, ist ja jetzt kein Akt, n Löffelchen Pulver morgens drüber zu streuen…

Einmal die Woche gibt es weiterhin gutes Nassfutter, damit Harry das nicht völlig ablehnt, falls er mal in eine Tierklinik muss (oder wir in den Urlaub fahren nächstes Jahr – da fühle ich mich besser, wenn der Bruder von Herrn Ungeduld morgens nur die Dose aufmachen muss)

Ich fühle mich mit der Entscheidung, Harry zu barfen wirklich super. Anfangs war ich verzweifelt, weil da so viel input war. Mittlerweile denke ich, dass ich das Thema verstanden habe. Die Seite dubarfst.eu ist da wirklich sehr hilfreich und informativ. Ich könnte förmlich merken, wie sich meine Unwissenheit in Wissen umwandelte.

Ein Buch über Hundebarf steht auch im Regal, da muss ich auch nochmal schauen. Allerdings glaube ich – ohne Tiefkühltruhe funktioniert das nicht, ohne, dass ich jeden Tag frisches Fleisch einkaufen müsste…

Zu früh gefreut

Heute früh hat Harry sein Futter mal gepflegt ignoriert, stellte ich gegen Mittag fest, als ich zu  Hause war.

Bin gespannt, ob er die Abendration auch ignoriert. Und ich überlege schon, ob ich jetzt 50/50 mache…Denn jeden Tag frisches Fleisch in die Tonne zu kloppen, finde ich in etwa so erstrebenswert wie jeden Tag ne Dose Grau wegzuwerfen.

Hungern lassen kann ich ihn nicht (soll man nicht). Aufgeben mag ich nicht. Aber wie halte ich durch, ohne dass es ihn schadet? Wirklich einfach gebarftes Futter unter das andere mischen?

Barfen reloaded

Ich muss zugeben: nachdem der erste Versuch gescheitert ist, hab ich’s dann ziemlich zügig dran gegeben und hab wieder Grau in Verbindung mit 20% Fleisch gefüttert. Fleischsorten gewechselt, ab und zu mal nen Stück Lachs gefüttert (n Happen, um genau zu sein), dann fuhren wir in Urlaub…Und als wir wieder kamen, hatte ich das Problem, dass Harry wieder sein Futter verweigerte… TroFu-Junkie… Trofu-Suppe. Eine Handvoll Trofu in nen Napf voll Wasser. Er hat immer erst das Wasser geschlürft und dann das Futter. Passte mir trotzdem auf Dauer nicht. Irgendwann hab ich ihm dann Fleisch vor die Pfoten geworfen, das ich vorher in Taurin und easyBarf gewälzt hatte, paniert halt… Er leckte mit Inbrunst das Zeugs ab und schlang dann das Fleisch runter. DAS war ja quasi die Einladung zum barfen.

Also hab ich mich grade mal hingestellt und für den Einstieg was zusammen gemixt – nach nem easyBarf Grundrezept. Ohne Schmalz, ohne Ballaststoffe, damit ich ihm nicht direkt wieder tausende Sachen vor die Nase setze. Leber, Herz (findet er erstmal noch doof, aber diesmal bleib ich dran), Hähnchenfleisch mit Haut, Rindergulasch, zusammen mit ein paar Pülverchen, allerdings ohne Wasser. Während ich das Fleisch vom Knochen löste (Hähnchen) wär er am liebsten auf die Arbeitsplatte gesprungen (ist er aber nicht, braver Kater). Er hat’s dann auch sofort gefressen, bis auf zwei Stücke Fleisch, aber das ist nicht ungewöhnlich, weil er nie alles sofort auffrisst…
(er stürmt auch morgens nie zum Napf, wenn wir aufstehen. Wir stehen zusammen auf, gehen in’s Badezimmer, während ich mich fertigmache, trinkt er Wasser, dann haut er sich in das Waschbecken, dann gehen wir wieder ins Schlafzimmer, anziehen und dann geb ich ihm Futter, er schnüffelt kurz dran, beobachtet mich weiter und erst, wenn ich dann zur Tür rausgehe, geht er an den Napf. Er teilt es sich halt ein *g)

Bis Freitag habe ich nun fertiges Futter, dann werde ich nochmal mit Schmalz experimentieren. Und dann mit weiteren Pülverchen. So lange, bis wir endlich voll barfen.

Und wenn ich so sehe, wie viel Spaß er mit Fleisch hat (er spielt ja immer erst damit), dann frage ich mich, ob er nicht vielleicht doch n Küken fressen würde… Aber es ist halt auch keiner hier,der es ihm vormachen kann… Und ich glaube, vor Küken würde selbst der Hund Halt machen.