So, da hat die Neugier ja dann doch gewonnen und über Tauschticket besorgte ich mir “Wer ist eigentlich Paul” von Anette Göttlicher.
Ja, wer ist eigentlich Paul? Mein Paul hieß nicht Paul, sondern ähnlich. Liebevoll der Zimmermann genannt. Manchmal hatte er auch nicht allzu nette Kosenamen. Von Anfang an wusste ich, da stimmt was nicht. Trotzdem starrte ich den lieben langen Tag lang auf mein Handy. Hoffte auf eine SMS. Fing doch alles so vielversprechend an. Naja. Eingewickelt eben. Im richtigen Moment aufgetaucht und mir Bestätigung geliefert. Von da an schickte er mich auf eine emotionale Achterbahn. Himmelhochjauchzend (naja, heut weiß ich, dass das kein Himmel war) und zu Tode betrübt. Die meiste Zeit. Heute frag ich mich ja, wie ich das mit mir machen lassen konnte. Obwohl ich gewarnt wurde. Aber man weiß es ja immer besser und will nicht auf nen Ruf hören, sondern sich sein eigenes Bild machen. Das habe ich getan. 9 Monate lang! Zweimal den Kontakt abgebrochen. Beim letzten Mal richtig. Ansonsten…jede Schweigephase ertragen. Und bei jeder SMS dann doch wieder gesprungen.
(Und jetzt grad mal aus Neugier soziale Netzwerke befragt und direkt darauf gestoßen, dass er wohl mittlerweile verheiratet ist… Ich glaub’s ja nicht. Die arme Frau. Ah ne – nur verlobt. Na, dann geht’s ja noch *g - GLÜCKLICH verlobt – wie er betont, und er heiratet bald und freut sich drauf (klar, dass der das so öffentlich bekunden muss, glaubt ja sonst niemand von den ganzen Naivchen (ich eingeschlossen), die sich von dem haben verarschen lassen)
Aber ich schweife ab. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen. Mein Wellness-Wochenende war super dafür. Hach, wie gut konnte ich Marie verstehen. Wie oft erkannte ich mich darin wieder. Und nachher besorge ich mir die Nachfolgebücher.
