Nun endlich nehme ich mir mal die Zeit, um diesen Beitrag zu verfassen.
Letzten Samstag war es soweit und ich löste mein Weihnachtsgeschenk ein. Herr Ungeduld hatte mir einen Glasperlen-Workshop geschenkt, bzw eine Schnupperstunde. Als wir uns kennenlernten, hatten wir auf dem Stadtfest mal eine Weile zugeschaut, wie eine Frau Glasperlen herstellte und da ich Glasperlen sehr mag, war ich sehr fasziniert.
Ich ging mit mulmigem Gefühl hin, weil ich ja weiß, dass es um meine Bastelkünste nicht grade gut bestellt ist und ich hatte wirklich Angst, mich zum Deppen zu machen. Wir waren zu zweit bei der Vorführung, die andere ne freischaffende Künstlerin…Das hat mein Angst-Potential nochmal exponentiell nach oben getrieben…
Erst stellte uns die Kursleiterin kurz vor, wie man so eine Glasperle herstellt und dann hatten wir zwei Stunden, in denen wir abwechselnd Perlen gemacht haben. 6 Stück habe ich in der Zeit geschafft, mit denen ich wirklich zufrieden bin. Ja, sie sind nicht wirklich so richtig rund, aber sie sind Handarbeit…und zwar von mir. Und darauf bin ich stolz.
Zuerst haben wir die Kegeldorne mit Trennmittel beschichtet, damit sich das Glas dann später auch vom Metall löst. Das musste dann einige Zeit trocknen – in der Zeit erklärte man uns alles weitere.
Dann wurde der Dorn in einer Flamme erhitzt und als er glühend heiß war, kam der Glasstab dazu. Den musste man laaaaaaaaaangsam erhitzen, bis man Glut sah, damit er nicht sprang. Sobald das Zeug zäh-flüssig war, konnte man es um den Dorn wickeln, das Glas dabei immer schön in der Flamme, den Dorn aber nur darunter (pft, das liest sich so einfach…ich weiß nicht, wie oft sich mein Dorn auch in der Flamme befunden hat).
Hatte man genügend Glas drumgewickelt, gings mit dem Dorn in die Flamme und er wurde immer schön gleichmäßig (soweit die Theorie) gedreht, damit sich die Perle in ihrer vollen Schönheit entwickeln konnte. War die Basis-Perle fertig, konnte man noch verschönern. Mit so kleinen Glasstückchen, die eingearbeitet wurden, oder mit Punkten oder oder oder.
Die Zeit verging wie im Flug und ich war wirklich traurig, als die 2 Stunden rum waren. Nun hieß es ne Stunde überbrücken (wie gut, dass ich gegenüber gewohnt hab), bis wir die Perlen abholen durften.
Das war definitiv nicht das letzte Mal Perlendrehen für mich, so viel steht mal fest.



Sorry für die Foto-Qualität